Archiv für die Kathegorie 'Sport'
Auf Wiedersehen. Bis in vier Jahren in Brasilien.
Halt, da fehlt doch noch was. Genau! Ich habe noch gar nicht meinen Senf zu den letzten beiden Spielen der Fußball Weltmeisterschaft 2010 abgegeben. Höchste Zeit, das endlich nachzuholen.
Nach der Niederlage im Halbfinale gegen Spanien war so ziemlich die Luft raus. Das merkte man besonders im Paulanerbiergarten am Nockerberg, wo wir uns das Spiel um Platz Drei angesehen haben. Gab es bei den Deutschlandspielen zuvor selbst Stunden vor dem Anpfiff nur noch Stehplätze, so konnte man diesmal praktisch zum Anstoß aufkreuzen und fand immer noch erstklassige Sitzgelegenheiten. Und das bei überragend schönem Wetter. Das Spiel selbst war eines, das man sich eigentlich für’s große Finale gewünscht hätte. Insgesamt fünf Tore, wenig Taktieren, dafür mehr Spielen und jedes Team lag einmal vom Ergebnis her vorne, wurde dann aber doch noch von der gegnerischen Mannschaft überflügelt. Das erinnerte ein wenig an das gleiche Spiel vor vier Jahren gegen Portugal, wobei damals die Überlegenheit der DFB-Elf deutlicher zu spüren war. Mit Platz Drei kann man zufrieden sein, auch wenn ein stark fader Nachgeschmack zurück bleibt. Wieder wurde es nichts mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Niederländer hätten wir auch gepackt. So lange musste Deutschland erst vor seinem allerersten Gewinn der Trophäe 1954 warten. Aber immerhin erfüllte sich meine Prognose von vor des Turniers: Deutschland kommt so weit, bis es gegen Spanien spielt.
Das richtige Finale selbst begann viel versprechend: Spanien spielte genau so effektiv auf, wie man das von ihrem Halbfinale gewohnt war. Holland sah schnell wie der sichere Verlierer aus. Aus irgendeinem Grund war’s dann aber recht schnell vorbei mit der Spielkontrolle der Spanier. Ob die Spanier nachließen oder die Oranges einfach besser gegenhalten konnten, kann ich nicht beurteilen. Einen Einfluss hatte bestimmte das doch sehr brutale Einsteigen der Kicker aus Holland. Das war zwar nicht sehr fair und schön, aber wohl wirklich das einzige, halbwegs wirksame Mittel gegen eine Mannschaft wie die der Iberer. Dabei muss man fast schon ein Kompliment aussprechen, dass es das Team rund um Van Bommel und Co. erst in der Verlängerung geschafft hat, sich einen Platzverweis einzuhandeln. Da darf wohl auch dem englischen Schiedsrichter zu Weihnachten eine Dankes- und Grußkarte geschrieben werden. Zwar hatten die Niederländer mehr eindeutige Torchancen, vor allem Bayern-Star Arjen Robben, der Sieg ging dann aber doch verdient an die Rot-Gelb-Roten. Da kann man nur gratulieren und muss neidlos anerkennen, dass das beste Team der Welt am Ende auch verdient Weltmeister wurde, auch wenn es in der ganze K.O.-Runde nur genau so viele Tore schoss wie Deutschland in einem einzigen Spiel gegen Australien, England oder Argentinien.
Das war’s dann mit dem größten Sportevent des Globus aus Südafrika. In vier Jahren sehen wir uns wieder im nicht weniger fußballverrückten Brasilien. Ob die Weltmeisterschaft (Süd-) Afrika wirklich so viel geholfen hat (in welcher Hinsicht auch immer) wie gehofft und prognostiziert, bezweifle ich ein wenig. Nichts desto trotz gab’s eine Großveranstaltung ohne größere negative Vorkommnisse. Den Fußballentzug hab ich auch schon fast wieder durchgemacht. Dass das Fernsehprogramm jetzt wieder eine Katastrophe ist, will ich jedoch noch nicht akzeptieren.

Internationale Gäste im Paulanerbiergarten am Nockerberg.
Zum letzten mal sei mein Artikel mit den Links in Dom’s Blog beschlossen.
Kein Kommentar vorhandenMorgen gibt’s Tintenfisch.
Aus, Ende und vorbei. Wieder einmal waren die Spanier das Maß der Dinge für die Deutschen in einem Fußballturnier. Wie schon vor vier Jahren war für die DFB-Elf im Halbfinale der Fußball Weltmeisterschaft Schluss. Jetzt heißt’s, genau so wie damals, Platz Drei ergattern und immerhin das letzte Spiel gewinnen.
Zum zweiten mal bei diesem größten Sportevent der Welt fiel unsere Wahl für’s Public Viewing auf das Münchner Olympiastadion. Diesmal rückten wir sogar mit insgesamt 17 Leuten an, zusammengesetzt aus Kollegen aus der Arbeit und passauer Leuten. Die sahen meiner Meinung nach eines der besten (nicht schönsten, unterhaltsamsten oder torreichsten) Fußballspiele überhaupt. Die Spanier taten das einzige, was ihnen übrig blieb: Offensiv Fußball spielen und so die Kreativkräfte Schweinsteiger und Lahm in der Defensive binden. So konnten sie nur selten offensive Akzente setzen. Den Spaniern gehörten zwar eindeutig mehr Spielanteile und schlussendlich haben sie auch wohl verdient gewonnen, unsere Defensivabteilung verdient aber ebenfalls höchstes Lob. Exzellente Zweikampfstatistiken und nur ein Gegentor bei der Fülle an Angriffen, vor allem an Kontern in der Schlussphase, da muss man Respekt zollen. Taktisch ein fast perfektes Spiel der Spanier: Perfekte Raumbeherrschung, konsequenter Offensivfußball, summa summarum: nur so war unsere Elf zu schlagen.
Die Iberer haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch dieses Jahr das beste Team der Welt sind. Das Spiel gegen Holland ist ein würdiges WM-Finale. Meiner Meinung nach trifft die beste auf die drittbeste Truppe. So soll’s sein. Somit ist mein Tip von vor dem Turnier in Erfüllung gegangen: Deutschland kommt so weit, bis es auf Spanien trifft. Ein wenig traurig bin ich schon, dass es wieder nicht geklappt hat. Jedoch in so einem Spiel gegen Spanien zu verlieren, das praktisch eine exakte Kopie vom Europameisterschaftsfinale von vor zwei Jahren war, damit kann ich sehr gut leben. Dann halt wieder in vier Jahren. Dieser jungen Mannschaft gehört die Zukunft!
Unser Gegner im kleinen Finale heißt Uruguay. Die unterlagen, wie bereits vermutet, in ihrem Halbfinale 2:3 dem Team der Niederlande. Mal schauen, ob’s uns noch gelingt, gegen die als defensiv geltenden Urus sowohl die Torjägertrophäe des Turniers (Thomas Müller) als auch den ersten Platz in der ewigen WM-Goalgetter Liste (Miroslav Klose) zu ergattern.

Michi, Atanas und zwei “Austauschstudenten” von KAUST.

Wir alle zusammen vor’m Spiel, gut versorgt mit Fressalien bei schönsten Wetter. *schluchz* Ach, wäre doch das Spielergebnis auch so schön gewesen.

Spannung während dem Spiel zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Das Münchner Olympiastadion war gut besucht.
Dom’s Sicht zum ersten Halbfinale und unserem Ausscheiden gibt’s hier:
Kein Kommentar vorhandenSchade Diego, alles ist vorbei.
…oder “Schiffen für’s Vaterland”. Da war ich mir anfangs nicht ganz sicher, welchen Satz ich als Titel für meinen längst überfälligen (aber gerade noch rechtzeitigen) Beitrag zum Viertelfinale der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wählen soll. Aber der Reihe nach.
Vergangenen Samstag hatte ich den perfekten Sommertag. Um 10.30 Uhr wurde ich von Dom, Christoph und Flo abgeholt, um zum Rannasee zu fahren. Bei bestem Sommerwetter wurde die 120m Wasserrutsche intensiv genutzt sowie der See per Tretboot unsicher gemacht. Im Anschluss ging’s am frühen Nachmittag zurück nach Passau. Nachdem wir uns für’s abendliche Grillen mit Fressalien eingedeckt hatten, wurde es Zeit für den 4:0 Erfolg gegen Diego’s Mannen, den wir uns beim Christoph angesehen haben. Diesmal zwar kein Public Viewing, aber beim Christoph waren so viele Leute, dass das eigentlich nicht auffiel. Natürlich musste so ein Sieg gebührend gefeiert werden, weshalb nach dem Abpfiff eine kleine Wanderung zum passauer Ludwigsplatz anstand, von wo auch die Fotos am Ende dieses Beitrags stammen. Abgeschlossen wurde der perfekte Sommertag von einer Grillsession beim Flo.
Zum Spiel gibt’s eigentlich nicht soo viel zu sagen. Dom trifft’s mit seinem Blogeintrag eigentlich recht gut. Das frühe Tor war sehr wichtig. Nicht umsonst hieß’s vor’m Spiel: Wer den ersten Treffer landet, gewinnt auch das Spiel und zieht in die Runde der besten Vier ein. Rund um die Halbzeitpause, vor allem aber zu Beginn der zweiten Halbzeit, gefielen mir unsere Kicker in schwarz jedoch überhaupt nicht. Da war Argentinien stark, auch wenn sie nur einen richtigen Torschuss hatten. Geht der rein, wird’s richtig hart. Letztendlich hatte die deutsche Natopnalmannschaft jedoch nichts zu befürchten, denn nach dem 2:0 hatten sich die Gauchos praktisch selbst aufgegeben. Nichts zu sehen von Messi und Maradona konnte einem auf der Pressekonferenz fast (aber nur fast) schon Leid tun. Dass Deutschland nach dem erneut hohen Sieg jetzt als WM-Favorit gilt, finde ich eher kontraproduktiv. In der Außenseiterrolle habe ich uns lieber gesehen, vor allem, weil wir gegen Spanien das eigentlich auch sind, Außenseiter, auch wenn Spanien bisher beim Turnier noch nicht sein volles Potential gezeigt hat.
Sämtliche anderen Spiele hatten nicht annähernd den Unterhaltungswert unseres Viertelfinales. Ghana hatte die historische Chance, als erste afrikanische Mannschaft ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft einzuziehen, auf dem Fuß, diese aber nicht genutzt. Dass der “Handballer” der Urus jetzt als Held gefeiert wird, ist alles andere als Fair Play. Aber gegen Holland dürfte heute Abend Endstation sein. Die Oranges setzten sich gegen Brasilien durch, was viele überrascht hat. Für mich waren unsere Wohnwagen fahrenden Nachbarn aber von Anfang an Favorit. Meiner Meinung nach haben sie sowohl die besseren Einzelspieler, als auch das bessere Team. Die werden im Finale noch ein harter Brocken. Das Spiel Spanien gegen Paraguay bedarf keines weiteren Kommentars, wobei doch: Muahaha, drei Elfmeter in weniger als 120 Sekunden. Gegen Portugal hatten die Spanier so wie ich sehe leichtes Spiel. Selbst nach der spanischen Führung war die Gegenwehr von Ronaldos Wasserträgern nicht wahrnehmbar.

Blick vom Mc Donald’s auf die versammelte Fanmeute auf’m passauer Ludwigsplatz kurz nach dem Spiel.

Endlich sind die neuen Brunnen der Neuen Mitte von Passau für etwas gut *g*.

Und wir mittendrin. Natürlich als Deluxe-Stimmungsmacher.

Obwohl’s schon 19 Uhr war, ließ uns der Sommer nicht im Stich.
Tja, was soll ich sagen: Auch Dom hat wieder fleißig über die WM gebloggt.
Kein Kommentar vorhandenZahnlücke, Beinlücke.
Wie nicht anders zu erwarten und im Voraus auch schon angekündigt, hat unsere Nationalmannschaft gestern England aus dem Turnier geballert. Was war das für ein Spiel! 4:1 ist die höchste Niederlage, die eine englische Fußballmannschaft bei einer Weltmeisterschaft je über sich ergehen hat lassen müssen, beigebracht ausgerechnet vom (Fußball-) Erzfeind Deutschland. Und auch noch dieses “inverse Wembley-Tor”. Man sieht schon: Das waren gestern äußerst unterhaltsame und erfreuliche 90 Minuten. Wobei ich jetzt nicht fand, dass unsere Elf soo überlegen war, wie das im Nachhinein aus den Medien rüber kommt. Klar, der Sieg geht voll in Ordnung, retrospektiv betrachtet auch in der Höhe. Aber falls der gültige Lattentreffer als auch solcher gewertet wird, läuft das Spiel tatsächlich anders. Außerdem war da noch ein zweiter Lattenschuss in dieser Phase des Spiels kurz vor der Halbzeit. Da war sich Neuer schon sehr sicher, dass der nicht reingeht. So was kann auch nach hinten losgehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber dann kam doch alles ganz anders. Die Tore drei und vier waren dann klassische Kontertore. England musste bei diesem Spielstand einfach aufmachen und stürmen. Klar ergeben sich dann für den Gegner gute Chancen. So eklatant schlecht, wie dann aber diverse Einzelleistungen von Inselspielern waren, lassen einen doch im Nachhinein fragen, warum diese Mannschaft als mittelgroßer Favorit gehandelt wurde.
Zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass Argentinien ruhig kommen kann. Einige unserer Ballkünstler haben gestern nicht ansatzweise ihr volles Potential umsetzen können, allen voran Samy Khedira. Da ist also noch Luft nach oben. Für die Argentinier wird das also ein Déjà vu dieses Jahr: Wie schon 2006 treffen sie im Achtelfinale auf Mexiko und besiegen die Mittelamerikaner, in Viertelfinale treffen sie auf anschließend die Deutschen und scheiden aus. Ich erwarte auf jeden Fall wieder eine monumentale Fußballschlacht. Jetzt trennen uns nur noch drei Siege vom Weltmeistertitel.
Gesehen habe ich das Spiel in der regensburger Donauarena, die zwar nicht ganz gefüllt war, was aber der Lautstärke und vor allem der Feierstimmung in keinster Weise schadete. Sogar zwar einsame Engländer, anscheinend auf Studienfahrt, hatten sich verirrt. Spätestens nach dem 3:1 konnten die einem ganz schön Leid tun. Zuvor war noch Grillen beim Mani angesagt. Eine top Gelegenheit, den Mangel an getanktem Sonnenschein und über Glut gegarten Fleisch für diesen Sommer nachzuholen. Ähnlich dem letzten Vorrundenspiel ein überaus gelungener, sommerlicher Fußballtag. Wie gut’s uns gestern ging, kann auf den folgenden Fotos bewundert werden.

Gemütliches Grillen auf Mani’s Balkon in Regensburg. Dazu die volle Breitseite Sonneschein gratis.

Ein paar Fans mehr wurden’s dann doch noch. Laut uns stimmungsvoll war’s trotzdem. Die regensburger Donauarena ist ein prima Ort für Public Viewing.

Steffen, Andi, Karin und Mani mitten drin im Publikum.

Zwei verirrte Fans aus England. Da wussten sie schon, dass der Fußballnachmittag tragisch für sie enden wird.

So seh’n Sieger aus, schalalalala, so seh’n Sieger aus, schaalalalalala.
Ach ja, andere Spiele gab’s ja auch noch. Allerdings mit keinerlei Überraschungen. In den restlichen Gruppen- und den bisherigen Achtelfinalspielen haben sich allesamt die Favoriten durchgesetzt. Recht ansehnlich war das Spiel USA gegen Ghana. Allerdings sah man hier recht gut, dass die Amis ihre fehlende Technik nicht mit Laufbereitschaft und Teamspirit auslgeichen konnten. Für einen Kommentar zu den restlichen Spielen verweise ich wie immer auf Dom’s Blog.
Kein Kommentar vorhandenDas muss man ihnen lassen…
…die Engländer haben diesmal den “besten Vorbericht” zum Achtelfinalspiel gegen Teutonistan. Meistens handelt es sich bei den Schlagzeilen der britschen Boulevardpresse, besonders wenn es um Anspielungen auf Deutschland geht, um plumpe und abgedroschene (Welt-) Kriegsphrasen und ab und zu kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, die Briten wären ihrer eigenen Sprache nicht mehr mächtig. Was aber anlässlich des morgigen Auseinandertreffens zwischen den Halbmonarchen und der deutschen Elf in der Sun steht, ist wirklich mal was zum Schmunzeln.
Da das englische Bild-Pendant bei jeder Gelegenheit darauf aufmerksam macht, dass ihr Copyright irgendwie immer verletzten werden könnte, spare ich es mir, meine Entdeckung direkt hier einzufügen sondern verlinke stattdessen direkt auf den entsprechenden Artikel und beschreibe einfach ein wenig, was ich da entdeckt habe: Um dem Lagerkollaps entgegen zu wirken, unternahmen unsere Kicker eine Safari im eingegitterten Touriwagen. Die Metallstangen dienten dem Schutz vor den Löwen, die’s auf dem Ausflug zu sehen gab. So entstand ein Foto, in dessen Hintergrund der Transporter mitsamt unseren Fußballern zu sehen ist und im Vordergrund drei Löwen vorbei ziehen. Untertitelt hat das die Sun mit “Germans are terrified of Three Lions“.
Naja, diesen “Sieg der Medien” lasse ich gerne unseren klopsigen Inselnachbarn. Das war’s dann aber auch schon mit Geschenken. Stattdessen kriegen die Georgskreuzler morgen im Spiel eins ordentlich auf den Deckel. Mit oder mitohne Elfmeterschießen.
Kein Kommentar vorhandenIm Notfall ist der Schiri schuld.
Sodala, das zweite Gruppenspiel der Deutschen ist rum, Zeit also, einen aktuellen Zwischenbericht über die Weltmeisterschaft zu schreiben.
Bis auf wenige Ausnahmen (Argentinien vs. Südkorea am Donnerstag und Slowenien vs. USA gestern) waren die meisten Spiele diese Woche sowohl tor- als auch unterhaltungsarm. Dafür hat sich der Trend zahlreicher, unter die Räder kommender Topmannschaften, bestätigt. Nicht nur, dass wie schon in meinem letzten Eintrag vermutet, die Italiener sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, nein, auch die Brasilianer, Portugiesen, Spanier, vor allem aber die Engländer und Franzosen waren wenig überzeugend. Lediglich die Teams aus Holland und Argentinien wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Da ist es umso trauriger, dass sich auch der Gastgeber aller Voraussicht nach schon nach den ersten drei Spielen vom Turnier verabschieden wird. Sorry, aber mit dieser Passivität im Spiel ist das aber auch alles andere als verwunderlich.
Zu den Lichtblicken zählte bisher auch unsere Nationalmannschaft. Das 4:0 gegen Australien war sehr überzeugend und bis zum Argentinienspiel war es auch das torreichste des Wettbewerbs. Leider gab’s gestern einen Euphoriedämpfer, denn den Serben unterlagen wir mit 0:1. Verdient fand ich das Ergebnis nicht, denn meiner Meinung nach war die Löwtruppe die meiste Zeit des Spiels besser als die Mannen aus dem ehemaligen Jugoslawien, ob nun mit elf oder zehn Mann. Wir hatten mehr Chancen, mehr Ballbesitz und auch die wesentlich bessere Zweikampfstatistik. Bei den Serben hatte ich mehr den Eindruck, dass sie sich nur am besten und theatralischsten hinfallen lassen konnten. Die Nähe zu Italien lässt grüßen. Aber am Ende gewinnt eben nicht immer das bessere Team, sondern das, das die meisten Tore schießt. So ist das nun im Fußball. Die gelb-rote Karte gegen Klose geht in Ordnung. Hart, aber kann man schon mal geben. Klose, als der erfahrenste Nationalspieler, sollte das eigentlich besser wissen. Eine rote und insgesamt acht gelbe Karten in einem Spiel sind dann aber wohl doch übertrieben gewesen, was auch andere Schiedsrichter bestätigen. In der ersten Halbzeit gab’s glaub ich nur zwei Fouls, die nicht mit einem bunten Karton quittiert wurden. Aber lieber verlieren wir ein Spiel in der Gruppenphase als in der K.O.-Runde. So ein Dämpfer schadet nicht und trotz der Niederlage hat unsere Mannschaft meiner Meinung nach eine passable und couragierte Leistung abgeliefert in Anbetracht der Tatsache, dass sie eine Stunde lang in Unterzahl spielen mussten. Und mit ein bisschen Glück (Elfmeter, einer der beiden Latentreffer, Fallrückzieher), geht das Spiel auch ganz anders aus.
Diesmal musste ich mir das Spiel in der Arbeit ansehen, was aber alles andere als schlimm war. Unser dezimierter Lehrstuhl (über die Hälfte war auf einem IGSSE-Treffen) fand sich fast geschlossen im Gruppenraum ein, um via Beamer das Spiel zu verfolgen. Erdnüsse, Salzstangen, Vuvuzelas und Deutschlandfahnen, was will man mehr? Leider war die Stimmung im Anschluss dann doch recht geknickt. Krass, wie sich so was niederschlägt.
Überraschend war für mich im Anschluss noch die Präsenz der Serben in München. An der U-Bahn-Haltestelle Sendlinger Tor ging voll die Party ab: Bestimmt 50 Serben machten wirklich Stimmung. Das Tat zwar in der Seele weh, aber da muss man hart sein. Und aus einer neutralen Sichtweise war’s bestimmt äußerst amüsant. Und auch am Hauptbahnhof waren die Nachwehen des Spiels noch deutlich zu spüren.
Zum Abschluss an dieser Stelle noch die obligatorischen Links in Dom’s Blog, die täglich das sportliche Geschehen kommentiert und auch auf die einzelnen Spiele näher eingeht. Vielen Dank!
Kein Kommentar vorhandenJetzt geht’s los!
Seit vier Tagen rollt er wieder, der Ball, um den sich die Welt dreht. Zum ersten mal findet das größte Sportereignis überhaupt, die Fußball Weltmeisterschaft, auf dem schwarzen Kontinent statt. Lange wurde ihr entgegen gefiebert, denn nach dem Sommermärchen von vor vier Jahren, sind mit diesem Großereignis Begriffe wie Sommersonne, Krisenauszeit, Public Viewing und nationale Glückseeligkeit verbunden. Genau was Deutschland im Moment braucht.
Ich selbst hab leider erst ein einziges Spiel in voller Länge verfolgen können: England gegen USA. Für mehr hatte ich bisher leider noch keine Zeit. Selbst vom Auftaktduell der deutschen Elf habe ich die erste halbe Stunde verpasst, denn die Deutsche Bahn wurde ihrem Ruf mal wieder gerecht und hat’s geschafft, auf der Strecke Passau-München eine Verspätung von 1½ Stunden einzufahren. Das machte aber nichts, denn auch die restlichen zwei Drittel der Partie wussten zu unterhalten und zu überzeugen, auch wenn Australien mehr Kanonenfutter als ernstzunehmender Gegner war. Da werden schon noch andere Kaliber auf uns zukommen. Viel mehr muss man zu dem Aufeinandertreffen eigentlich nicht sagen. Ein 4:0 ist schon sehr eindeutig, auch in einer WM-Vorrunde. Schön ist noch, dass alle vier Tore von vier unterschiedlichen Nationalkickern erzielt wurden. Sehr beruhigend.
Ansonsten gilt mein Dank ‘m Dope, bei dem ich mir zusammen mit drei weiteren Freunden aus meiner passauer Schul- und Abiturzeit das Spiel angesehen habe. Irgendwie landen doch alle in München. Public Viewing war beim gestrigen Sauwetter auch wirklich nicht empfehlenswert. Uns stehen ja noch zahlreiche Partien unserer Helden in schwarz/weiß bevor, bei denen sich mit mehr als fünf Fans feiern lässt.
Dass ich bisher noch nicht so viel zum Fußballschaun gekommen bin, war bisher aber auch nicht tragisch. Wirkliche Sensationen und Hammerspiele habe ich wahrlich nicht verpasst. Das unterdurchschnittliche Abschneiden der Franzosen und Engländer überrascht mich nicht wirklich. Um ehrlich zu sein: Man muss kein Prophet sein um vorauszusagen, dass es auch die Italiener heute Abend zerbröseln wird. Aber vielleicht sollte man einigen Mannschaften die Fußballregeln nochmals erklären. So viele offensichtliche Handspiele und Torwartfehler sind schon sehr ungewöhnlich.
Die allgegenwärtigen Vuvuzelas finde ich gar ned mal so schlimm. Ich finde sie weder zu laut (man kann den Fernseher ja leiser stellen, auf den Kommentator kann man ohnehin meistens verzichten) noch nervig. Schade ist’s halt, dass sämtliche Fangesänge und das Aufraunen des Publikums ständig untergehen. Aber so erlebt man in Südafrika eben Fußball.
Leider wird’s von mir, aufgrund meines neuen Jobs, dieses mal keine so ausführlichen Turnierartikel geben wie vor zwei Jahren zur Europameisterschaft bei unseren Nachbarn Österreich und Schweiz. Aber vielleicht gibt’s dieses mal wieder ein paar coole Fotos vom Public Viewing. Noch lassen die aber auf sich warten, denn meine Digitalkamera ist momentan ausgeliehener Weise in Berlin.
Etwas mehr “Trainer vor’m Fernseher”-Kompetenz als von mir gibt’s in Dom’s Blog zu lesen, der jeden Turniertag kommentiert. Ich kann allen meinen Lesern nur raten, mal bei ihm vorbei zu surfen.
Zum Abschluss gibt’s noch meinen persönlichen Weltmeisterschaftssong 2010. Weniger ein Song zum mitsingen wie ’54, ’74, ’90, 2010 von den Sportfreunde Stiller und eigentlich auch mehr ein Song für vor und nicht während der WM, dafür aber zum Schmunzeln.
Tour de Niederbayern.
Nachdem letztes Jahr die Radtour mit’m Stefan zum Moldaustausee so toll geklappt hat und sie uns beiden wirklich riesig Spaß machte, war für uns beide klar, dass ein solches Event unbedingt ein weiteres mal aufgezogen werden muss. Vergangenes Wochenende hatten wir beide dann endlich mal gemeinsam Zeit und so konnten wir uns auf einen Zweitagestripp nach Regensburg begeben.
Los ging’s am Samstag am späten Vormittag beim Stefan zu Hause in Pleinting. 125km lang fuhren wir auf dem Donauradweg in die Bezirkshauptstadt der Oberpfalz, weshalb der Titel meines Artikels nicht 100% korrekt ist. Nichts desto trotz radelten wir die meiste Zeit durch Niederbayern, entlang der Städte Deggendorf und Straubing (und zahlreicher kleinerer) und entlang der blauen Donau mit ihrem neuen und alten, ursprünglichen Flusslauf. Nach 5 Stunden und 20 Minuten kamen wir ziemlich fertig und hundemüde in Stefan’s regensburger Studentenbude an. Dort gab’s dann bei schmerzenden Beinen und Sitzorganen das wohlverdiente Abendessen.
Später am Abend kamen dann noch ein Studienkollege vom Stefan und dessen neuer Mitbewohner vorbei, mit denen bei ein zwei Bier der Elektrolythaushalt regeneriert wurde.
Tags darauf brachen wir nach einem späten Frühstück zurück in Richtung Dreiflüssestadt auf. Petrus bescherte uns wie bereits Tags zuvor perfektes Wetter bei strahlendem Sonnenschein, optimalen Temperaturen und kaum Wind. Trotzdem war die Etappe zurück nochmal eine Herausforderung für Beine und vor allem unsere Hintern. Die Erfahrung, die wir schon am Samstag machen mussten, dass man ab Überschreiten der 100km-Marke die Zähne schon richtig zusammen beißen muss, stellte sich auch am Sonntag ein: Die letzten 25km nach Hause waren abermals richtig hart.
Aber flott waren wir insgesamt unterwegs: An beiden Tagen kam ein Schnitt von über 22km/h raus, auf den ich trotz der flachen Strecke ziemlich stolz bin. Am Sonntag brauchten wir für die Distanz auch nur 10 Minuten länger als auf der Hinfahrt, was aufgrund schmerzender Hintern durchaus respektabel ist.
Sobald jedoch die Wehwehchen der Tour abgeklungen sind (vor allem meine Handgelenke tun mir weh und der Spruch “der Arsch ist im Arsch” passt wirklich gut), dürfte wieder mal eine sehr schöne Erinnerung zurück bleiben. Denn das Wetter war in der Tat nicht mit zu übertreffen mit Hochsommerfeeling Sonnenuntergang. Außerdem gibt’s auf einer so langen Distanz wirklich viel zu entdecken von Donau, den Städten, die sie durchfließt und den wenigen verbliebenen, einigermaßen unberührten Ufern des blauen Stroms.
Ein paar Fotos hab ich auch wieder gemacht, von denen hier einige folgen.

Stefan bei unserer ersten großen Pause auf der Hinfahrt.

Auch ich versorge meinen Körper mit frischen Kohlenhydraten.

Eine der Sehenswürdigkeiten auf unserer Radtor: Die Walhalla vor Regensburg.

Stefan bei einer Pause am Rande des Donaunaturschutzgebiets.
Die ein oder andere Radltour steht bereits auf Stefan’s und meiner Liste. Also war das hier wahrscheinlich nicht der letzte Eintrag zu diesem Thema in diesem Jahr.
Kein Kommentar vorhandenDas Runde muss ins Eckige.
Das ist das Gute am Fußball: Rund um diese beliebte Sportart gibt es so viele Sprichwörter und Zitate, dass ich mir keine Sorgen machen muss, jemals keine Titel mehr für Kickerartikel in meinem Blog zu haben. Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt, war ich letzten Samstag auf dem Fußballturnier der SC Batavia ’72 Passau e.V.. Diese veranstaltete aus einem mir nicht geläufigen Grund auf ihrem Vereinsgelände einen Wettstreit unter zwölf Mannschaften, wobei ich diesmal wieder “geliehener Weise” auf seiten der CSU antrat.
Zunächst wurden die beiden Bestplatzierten jeder der vier Dreiergruppen ermittelt, bevor’s dann in einem Viertelfinale in ein K.O.-System ging. Eine Niederlage hatte glücklicherweise kein frühes Ausscheiden zur Folge, da auch sämtlich Platze Drei bis Zwölf ausgespielt wurden. Somit kam jede Mannschaft im Laufe des Turniers auf fünf Spiele, nicht mehr und nicht weniger. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, standen zwei Plätze zur Verfügung, auf denen pro Mannschaft je fünf Feldspieler und ein Torwart antraten. Schade war’s, dass aufgrund der massiven Regenfälle der letzten Tage der Rasenplatz der Bataven gesperrt werden musste. Als Folge wurde auf den Sandplatz ausgewichen, was dem ganzen Turnier mehr den Charme einer Bolz- und Kickerveranstaltung verlieh. Dafür war uns Petrus gnädig, der uns vergangenen Samstag seit langer Zeit einen Tag berscherte, an dem der Himmel seine Schleusen geschlossen hielt.
Ich selbst war im wahrsten Sinne des Wortes die Nummer Eins. Zumindest auf meinem Rücken stand das, sprich, mir fiel die Rolle des Torwarts zu. Dies verschaffte mir die Ehre, als einziger Spieler die gesamte Spielzeit auf dem Platz der Wahrheit verbracht zu haben. Auf dem Feld wäre das auch keinesfalls möglich gewesen, denn am Wochenende ging’s für unser Team um was. Da wurde gefighted was das Zeug und vor allem die Kondition hält. Unser Teamgeist war bärenstark. Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein sprang für uns letztendlich ein sechster Platz heraus.
Das erste Spiel in der Gruppenphase ging 1:1 Remis gegen die “Vollpfosten” aus. Dabei waren wir haushoch überlegen, hatten pro Spielminute (von denen’s 14 pro Spiel gab) eine hochkarätige Chance, von denen wir jedoch nur eine verwandeln konnten. Unser Gegner jedoch konnte aufgrund eines eklatanten Torwartfehlers (wer war das nochmal?) seine einzige halbherzige Chance verwandeln.
So musste im zweiten und letzten Gruppenspiel mindestens ein Unentschieden her, um sich für’s ersehnte Viertelfinale zu qualifizieren. Gegen einen wesentlich besseren Gegner, die “Landknechte”, stand nach dem Abpfiff die Null: Ein torloses Unentschieden sicherte uns das Weiterkommen.
Hätten wir das erste Spiel nur gewonnen, denn im Viertelfinale ging’s so gegen den haushohen Turnierfavoriten, der aus zahlreichen (teils ehemaligen) Vereinsspielern bestand. In einer wahren Glanzleistung (auch seitens meiner Wenigkeit) konnten wir zum Abpfiff ein hervorragendes 0:0 verbuchen. In der allerletzten Minute hatten wir sogar die Sensation auf dem Fuß, ein Quasi-Golden-Goal zu erzielen. Da dieses Geschenk Fortunas jedoch ungenutzt blieb, mussten wir ins Elfmeterschießen, Mann gegen (in dieser Hinsicht reichlich unerfahrenen) Torwart. Dort setzte sich die Routine des Gegners durch, wenn auch nur knapp mit 3:2.
Trotz dieser Niederlage war unsere Moral ungebrochen, denn mit unserem Viertelfinalspiel mussten wir uns wahrlich nicht verstecken. 1:0 gewannen wir das erste Spiel im Loser-Bracket gegen die Innstädter Faschingfreunde, weshalb’s in unserm letzten Spiel im Turnier um Platz Fünf oder Sechs ging.
Letztendlich reichte es jedoch gegen die “Schäferhundfreunde” nur für die schlechtere Platzierung. Mit einer 1:0 Niederlage musste ich das erst zweite Gegentor in der regulären Spielzeit in unserem gesamten Turnier entgegen nehmen.
Mein Fazit: Eine Riesengaudi und viel Kurzweile. Eine tolle Mannschaft mit viel Einsatz und auch Können, auch seitens des Mannes mit der Nummer Eins *gg*. Fotos habe diesmal leider keine, da meine Digicam momentan als Leihgabe an der Uni verweilt. Deshalb müssen meine Leser mit meinen blumigen Schilderungen auskommen. Sobald ich jedoch Fotos aus anderen Quellen finde, verlinke ich sie hier natürlich. Den Anfang macht die Seite der Innstädter Faschingfreunde, auf denen auch unsere Mannschaft in den grünen Trikots ab und zu zu sehen ist.
Kein Kommentar vorhandenZahlenspiele.

Ein Blick in die aktuelle Tabelle der ersten Fußball Bundesliga fördert ein interessantes Bild zu Tage: Da haben die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis fünf gleiche Punktzahl. Aber dessen noch nicht genug, nein, auch die Tordifferenz der Plätze zwei bis vier stimmt überein. Und als wär das immer noch nicht genug, haben die Mannschaften 1899 Hoffenheim auf Tabellenplatz drei und Bayern München auf Platz zwei auch noch exakt das gleiche Torverhältnis. Interessant ist das auch deswegen, da die Saison mittlerweile doch recht weit fortgeschritten ist. ⅔ der Spieltage sind bereits rum.
Eigentlich ist das ein Armutszeugnis für den deutschen Fußball. Trotz zahlreicher Niederlagen und diverser Durchhänger können sich diese Saison sage und schreibe gleich fünf Mannschaften noch berechtigte Hoffnungen auf die Deutsche Meisterschaft im Fußball machen. International wird das nix mit entschlossenem und kontinuierlichen Auftreten der deutschen Vereinsmannschaften, wenn Mannschaften wie Hoffenheim, Wolfsburg oder Berlin ganz oben mitmischen können.

