Archiv für Juni, 2009
Weniger ist oft mehr.
Im Zuge meiner Diplomarbeit, an der ich gerade arbeite, muss ich in C++ programmieren. Das ist für mich nicht neu, da ich bereits zahlreiche Projekte mit dieser Programmiersprache abgewickelt habe. Neu ist jedoch diesmal, dass ich als Entwicklungsumgebung nicht wie bisher Eclipse mit dem CDT-PlugIn und als Compiler GCC verwende sondern das Visual Studio von Microsoft. Bis jetzt musste ich nämlich immer auf Bibliotheken zurück greifen, die mir nur vorcompiliert und nicht im Quelltext zur Verfügung standen. Somit war ich an Linux als Entwicklungsbetriebssystem gebunden. Dieses mal jedoch habe ich völlige Freiheit bei der Wahl des Betriebssystems und der Entwicklungsumgebung. Da ich unter Windows nun mal lieber arbeite als unter Linux (reine Gewohnheit) und es bestimmt nützlich ist, sich auch mal mit dem Visual Studio vertraut zu machen (schließlich findet es in der Industrie sehr oft Anwendung), fiel wie bereits erwähnt meine Wahl für meine aktuelle Aufgabe auf den kombinierten Editor, Compiler und Debugger von Microsoft.
Als Student der Informatik an der Universität Passau genieße ich das Privileg am Microsoft-MSDNAA-Programm teilzunehmen. Dieses ermöglicht es mir, zahlreiche Produkte von Microsoft wie deren gängige Betriebssysteme oder den SQL-Server kostenlos und vor allem legal zu nutzen. Ebenfalls im Programm enthalten ist die Professional Edition des aktuellen Visual Studio 2008, welche normalerweise mindestens um die 650€ kostet. Optimal für mich natürlich, wenn ich es kostenlos nutzen kann. Also schnell das ISO runtergeladen, gemountet und installiert.
Die Installation selbst bietet einem praktisch keine Möglichkeit, die Konfiguration was den nun alles auf seinem System landen soll, zu ändern. Lediglich Installationspfad und unterstützte Programmiersprachen (C/C++, C#, ASP.NET etc.) lassen sich ändern bzw. zu- oder abwählen. Selbiges gilt für eine Express Edition des Microsoft SQL-Servers. Dementsprechend groß war die Überraschung, als ich einen Blick in die auf meinem System eingerichteten Programme warf, als die Installation abgeschlossen war. Denn neben dem eigentlichen Visual Studio wurden noch mindestens weitere 15 Anwendungen installiert. Dazu gehören sinnvolle und explizit notwendige Komponenten wie das .NET-Framework, jedoch auch eher exotische Anwendungen wie ein SDK für Windows CE oder Crystal Reports, um nur wenige Beispiele zu nennen. Diese sind für einen grundsätzlichen Betrieb des Visual Studio nicht von Nöten, werden jedoch trotzdem installiert, ohne dass man dies während der Installation verhindern könnte.
Nun gebe ich zu, dass es sich bei der Professional Edition um eine wirklich umfangreiche Suite handelt und auch handeln muss. Denn schließlich gibt es zahlreiche Plattformen, für die Programme entwickelt werden müssen und je nach Szenario benötigt man auch Spezialtools, die wesentlich mehr Funktionalität bieten als die des gewöhnlichen Debuggers. Aber müssen all diese Programme, PlugIns und Erweiterungen installiert werden ohne zuvor beim Setup abzufragen, ob ich diese überhaupt benötige? Wäre es nicht sinnvoller eine ähnliche Funktion zu verwenden wie beim Office vom selben Softwareentwickler? Dort kann man nämlich durchaus detailliert angeben, welche Komponenten auf der eigenen Festplatte landen sollen und welche nicht.
Interessant ist es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Microsoft auch eine kostenlose Express Edition seines Visual Studio anbietet. Diese bietet auf der einen Seite alles was man braucht, unter anderem den vollen Umfang des Compilers und Debuggers, auf der anderen Seite fehlt jeglicher Schnickschnack (aus meiner Sicht). Trotzdem lässt sie sich mit den SDKs Dritter erweitern, wie beispielsweise CUDA oder DirectX und mit ihr dürfen auch kommerzielle proprietäre Projekte verwirklicht werden.
Aus diesem Grund muss ich wirklich sagen, dass für mich die Express Edition um Meilen besser ist als die Professional Edition, da diese nicht so überladen ist und sie dem Programmierer mehr Kontrolle über die installierten Komponenten auf seinem System gibt.
Kein Kommentar vorhandenNo Nerd.

Unter dem Motto “No Nerd” kann man in der aktuellen c’t (Ausgabe 14/2009) auf Seite 149 obige Werbung finden. Das Besondere daran: Derjenige, der hier Werbung macht, ist die Universität Passau, genauer gesagt die Fakultät für Informatik und Mathematik, an der ich Student bin.
Aus diesem Grund war ich positiv überrascht, eine derartige Werbung in einer Computertechnik-Fachzeitschrift zu finden. Allerdings macht diese Sinn: Denn obwohl die Universität Passau zu den neuesten Universitäten überhaupt zählt, deren idyllische Lage am Inn einmalig ist und laut CHE Ranking der ZEIT die Fakultät für Informatik und Mathematik zu den besten der Republik zählt, haben die Informatiker in Passau ein eher ungewöhnliches Problem: Viel zu wenige Studenten.
Da ist es ganz logisch, Werbung für sich zu machen, denn wie bereits aufgezählt, haben die Informatiker in Passau einiges an Vorzeigbarem. Der Weg, der in der Anzeige in der c’t beschritten wird, zielt darauf ab, dass Informatiker schon lange nicht mehr nur im Keller hockende, Sonnenschein scheuende, ewig jungfräuliche, Pizza verschlingende, fettig fette Sesselpfurzer sind. Das ist an anderen Universitäten zwar bestimmt nicht viel anders als in Passau, aber noch immer ist dieses Klischee zu Unrecht weit verbreitet und in der Gesellschaft verankert. Dass dies nicht der Realität entspricht, kann ich nur bestätigen: Die Zeiten, in denen man einen Informatikstudenten allein durch kurzes Hinschauen erkennen konnte, sind definitiv vorbei.
Jedoch schafft eine derartige Anzeige auch ein Problem: Zwar werden auf diese Weise potentielle Studenten geworben, denen Informatik bisher einfach zu geekig und nerdig war. Es entsteht so aber auch der Eindruck, Informatik sei für Jedermann etwas. Denn es wird gern außer Acht gelassen, dass ein guter Informatiker eben doch ein fundiertes Verständnis für Mathematik, Logik und theoretische (technische) Grundlagen benötigt. Viele setzen Informatik immer noch mit Programmieren und Windows reparieren gleich, was es nun ganz und gar nicht ist.
Insgesamt habe ich mich nichtsdestotrotz über diese Werbung gefreut, auch wenn sie nun nicht gerade das brillianteste ist, was eine PR-Abteilung jemals heraus erdacht hat. Der Zweck heiligt jedoch die Mittel: Mit dieser Aktion erreicht man eine große Anzahl potentieller zukünftiger Studenten der Informatik, die in Passau wirklich exzellente Voraussetzungen zum Studieren vorfinden, wie auch die eigens eingerichtete Webpräsenz zeigt.
1 Kommentar vorhandenFür Rum und Ähre.
Natürlich habe ich ja gesagt, als mich da Michi am Freitag Nachmittag angerufen und gefragt hat, ob ich tags darauf in der Mannschaft der Jungen Union Passau an einem Fußballturnier teilnehmen möchte. Zwar hab ich mit der Jungen Union nicht viel (bis überhaupt nichts) zu tun, aber auch ohne Spielermangel seitens des CSU-Nachwuchs hätte da Michi keine all zu großen Managerfähigkeiten auspacken müssen, um mich für deren Kater zu verpflichten.
Das Turnier fand auf der Sportanlage der Volksschule Untergriesbach statt. Ursprünglich sollten 20 Mannschaften in vier Gruppe à 5 Teams gegeneinander antreten. Die jeweils beiden Besten qualifizierten sich für die K.O.-Runde. Dort war ein vom DFB gesponsortes Kunstrasenfeld mit Banden aufgebaut, auf dem je drei Feldspieler und ein Torwart auf Handballtore kickten. Leider waren die Felder gegebenermaßen recht klein, was es unserem nicht eingespielten Team recht schwer machte, sich auf dem Platz durchzusetzen, da die durchaus vorhandene Laufstärke nicht ausgespielt werden konnte. Zu allem Überfluss hatten wir gerade so die Mindestanzahl von vier Spielern aus Passau mitnehmen können, weshalb wir vor Ort noch auf zwei Auswechselspieler anderer Teams zurück greifen mussten/durften.
Da war’s dann auch nicht verwunderlich, dass es für uns keinen Blumentopf zu gewinnen gab. Aber als Turnierfavoriten hatten wir uns ohnehin nicht gesehen. Wir kamen hauptsächlich wegen des Spaß, den wir auch mehr als reichlich hatten. So juckte uns die 0:10-Klatsche im ersten Spiel reichlich wenig, denn wir konnten als Ausrede vorweisen, dass das nicht die höchste Tagesniederlage war (0:11) und wir gleich zu Beginn gegen das wohl stärkste Team des Turniers antreten mussten. Da konnte unser Amateurhaufen leider nicht wirklich mithalten. Im zweiten Spiel griffen wir in die taktische Trickkiste und stellen den größten Mann unseres Teams (nämlich mich) ins Tor, was dazu führte, dass wir dieses Spiel lediglich mit 0:1 verloren. Äußerst respektabel, wie wir fanden. Im letzten Spiel, in dem’s dann nicht mal mehr um die goldene Ananas ging, konnten wir dann auch endlich unser Tagesziel erreichen: Ein Tor. Sogar gleich zwei Stück. Trotzdem reichte es nur für ein 2:6, wobei zu diesem Zeitpunkt Fortuna ganz eindeutig Urlaub machte, so viel Pech wie wir hatten. Trotzdem wurden wir rein rechnerisch nicht Letzter in unserer Gruppe, denn ein fünftes angemeldetes Team unserer Tabelle zog es vor, erst gar nicht zu erscheinen.
Wettertechnisch gab’s am frühen Nachmittag mal einen richtig kräftigen Regenschauer, bei dem trotzdem zahlreiche Teams auf den Streetsoccerplatz gejagt wurden. Glücklicherweise endete der direkt vor unserem zweiten Spiel. So lässt sich auch die eher milde 0:1 Niederlage im Vergleich zu den anderen beiden Spielen wohl am besten erklären: Wir kamen einfach besser mit den widrigen Verhältnissen zurecht. Ansonsten ließ es sich gut aushalten obwohl wir einmal eine Spielpause von drei Stunden einlegen mussten, da ja ein Team unserer Gruppe erst gar nicht antrat und deren Spiele dann natürlich ausfielen.
Mitte Juli steht dann das nächste (Amateur-) Fußballturnier auf dem Plan. Dann in der Passauer Innstadt. Da werde ich auch mit von der Partie sein. Mehr wird jedoch noch nicht verraten, denn davon wird’s bestimmt auch einen Blogeintrag geben.

Unser wackeres Team (von links): Da Uli, der wirklich vollen Einsatz zeigte, ich, da Gregor, den wir vor Ort als fünften Mann bekamen und die beiden einzigen wirklichen CSUler in unserem Team: Da Robert und da Michi.

Ein Blick auf’s SPielfeld. Leider habe ich (noch) keine Live-Bilder unseres eigenen Teams, weshalb’s nur Bilder der anderen Mannschaften in Aktion gibt.

Auf dem Bild schwer zu erkennen aber der kräftige Regenschauer zwang uns alle in die Überdachten Bereiche.

Aber zum Glück regnete es nur kurz, weshalb recht bald die “Naturtribüne” wieder eröffnet werden konnte.

Zuvor konnte man sich jedoch aus trockener Sicherheit andere Teams ansehen, die bei ströhmenden Regen antreten mussten.

Sogar eine Mädchenmannschaft gab’s (in rot/blau), die sämtliche Sympathien für sich verbuchten konnte.

Unsere Starkicker, die sich unbeobachtet fühlen.
Zeigt her euren Desktop.
Soderla, wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Die Idee des heutigen Blogeintrags hab ich vom Dom gemoppst. Der hat nämlich im Zuge des Desktop-Dienstags den Aufruf nach Desktop-Screenshots gestartet. Meiner sieht im Moment so aus:
Der Desktop auf meinem Notebook (sowohl der unter Windows als auch der unter Ubuntu) unterscheidet sich nur unwesentlich. Lediglich die Anzahl der Icons in der Schnellstartleiste ist deutlich geringer.
Jeder, der sich berufen fühlt, soll im Kommentarbereich einen Link zum Screenshot seines Desktops hinterlassen.
Kein Kommentar vorhandenAnd the Party goes on, and on, and on, and on…
Vergangenes Wochenende war ich wiedermal in München. Diesmal nicht bei meiner Karin sondern beim Andi, der anlässlich seines 25. Geburtstags eine riesen Sause steigen ließ.
Auf seiner Geburtstagsparty war wirklich das rundum-sorglos-Paket geboten: Leckeres vom Grill, zahlreiche Beilagen und Getränke umsonst. Man musste praktisch nur zwischen Grill und Kühlschrank pendeln. Nach der Übergabe des sehr kreativ hergerichteten Geburtstagsgeschenks (großes Lob nochmal an die beteiligten Bastler/innen) und dem Schaffen einer soliden Essens- und Trinkgrundlage ging’s um 23 Uhr von der Wohnung vom Klaus und’m Andi in’s münchner Nachtleben in die Innenstadt. Bis um 3 Uhr in der Früh wurde weitergefeiert und ich weiß jetzt auch mal wie’s ist, nicht am Türsteher vorbei zu kommen. Aber aufgrund der bereits erwähnten Trinkgrundlage war mir das reichlich wurscht. Zum Schluss durften wir Provinzler uns mit dem großstädtischen Personennahverkehr rumschlagen, was aufgrund zahlreicher Baustellen an der Trambahn dazu führte, dass wir uns einfach (wieder mal) ein Taxi gekapert haben und so wieder wohl behalten beim Andi angekommen sind, wo als letzter Teil des rundum-sorglos-Pakets bereits das Nachtlager aufgeschlagen war. Ich musste also nicht mal einen Schlafsack nach München mitnehmen.
Die Party war auch Gelegenheit wieder ein paar alte Klassenkameraden vom ASG wieder zu treffen, die ich teils seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen habe oder die ich vielleicht nur ein oder zwei mal pro Jahr sehe. Kuriosität des Abends war, dass ich ‘nen passauer Informatikstudenten kennen gelernt habe, der auch im Diplomstudiengang ist und beim selben Professor, ja sogar beim selben Betreuer Diplomarbeit macht wie ich, den ich aber vor Samstag Abend noch nicht kannte. Dafür musste ich wohl wirklich erst nach München fahren, anstatt dass er mir mal in Passau aufgefallen wäre.
Abschließend ein großes Lob und vielen vielen Dank an alle, die etwas zur Geburtstagsparty beigetragen haben, allen voran natürlich an ‘n Andi und’n Klaus, den beiden Gastgeber. Eine wirklich überragende, kurzweilige, unterhaltsame und amüsante Party. Und eigentlich auch mal herzlichen Dank an die Bahn für das Angebot des Bayerntickets das es mir ermöglich, wirklich spottbillig quer durch Bayern zu reisen.

Ein Blick nach links…

…und nach rechts auf die Partygäste.

Das Geburtstagskind bei der Übergabe seines Geburtstagsgeschenks.

