Archiv für Juli, 2010
Auf Wiedersehen. Bis in vier Jahren in Brasilien.
Halt, da fehlt doch noch was. Genau! Ich habe noch gar nicht meinen Senf zu den letzten beiden Spielen der Fußball Weltmeisterschaft 2010 abgegeben. Höchste Zeit, das endlich nachzuholen.
Nach der Niederlage im Halbfinale gegen Spanien war so ziemlich die Luft raus. Das merkte man besonders im Paulanerbiergarten am Nockerberg, wo wir uns das Spiel um Platz Drei angesehen haben. Gab es bei den Deutschlandspielen zuvor selbst Stunden vor dem Anpfiff nur noch Stehplätze, so konnte man diesmal praktisch zum Anstoß aufkreuzen und fand immer noch erstklassige Sitzgelegenheiten. Und das bei überragend schönem Wetter. Das Spiel selbst war eines, das man sich eigentlich für’s große Finale gewünscht hätte. Insgesamt fünf Tore, wenig Taktieren, dafür mehr Spielen und jedes Team lag einmal vom Ergebnis her vorne, wurde dann aber doch noch von der gegnerischen Mannschaft überflügelt. Das erinnerte ein wenig an das gleiche Spiel vor vier Jahren gegen Portugal, wobei damals die Überlegenheit der DFB-Elf deutlicher zu spüren war. Mit Platz Drei kann man zufrieden sein, auch wenn ein stark fader Nachgeschmack zurück bleibt. Wieder wurde es nichts mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Niederländer hätten wir auch gepackt. So lange musste Deutschland erst vor seinem allerersten Gewinn der Trophäe 1954 warten. Aber immerhin erfüllte sich meine Prognose von vor des Turniers: Deutschland kommt so weit, bis es gegen Spanien spielt.
Das richtige Finale selbst begann viel versprechend: Spanien spielte genau so effektiv auf, wie man das von ihrem Halbfinale gewohnt war. Holland sah schnell wie der sichere Verlierer aus. Aus irgendeinem Grund war’s dann aber recht schnell vorbei mit der Spielkontrolle der Spanier. Ob die Spanier nachließen oder die Oranges einfach besser gegenhalten konnten, kann ich nicht beurteilen. Einen Einfluss hatte bestimmte das doch sehr brutale Einsteigen der Kicker aus Holland. Das war zwar nicht sehr fair und schön, aber wohl wirklich das einzige, halbwegs wirksame Mittel gegen eine Mannschaft wie die der Iberer. Dabei muss man fast schon ein Kompliment aussprechen, dass es das Team rund um Van Bommel und Co. erst in der Verlängerung geschafft hat, sich einen Platzverweis einzuhandeln. Da darf wohl auch dem englischen Schiedsrichter zu Weihnachten eine Dankes- und Grußkarte geschrieben werden. Zwar hatten die Niederländer mehr eindeutige Torchancen, vor allem Bayern-Star Arjen Robben, der Sieg ging dann aber doch verdient an die Rot-Gelb-Roten. Da kann man nur gratulieren und muss neidlos anerkennen, dass das beste Team der Welt am Ende auch verdient Weltmeister wurde, auch wenn es in der ganze K.O.-Runde nur genau so viele Tore schoss wie Deutschland in einem einzigen Spiel gegen Australien, England oder Argentinien.
Das war’s dann mit dem größten Sportevent des Globus aus Südafrika. In vier Jahren sehen wir uns wieder im nicht weniger fußballverrückten Brasilien. Ob die Weltmeisterschaft (Süd-) Afrika wirklich so viel geholfen hat (in welcher Hinsicht auch immer) wie gehofft und prognostiziert, bezweifle ich ein wenig. Nichts desto trotz gab’s eine Großveranstaltung ohne größere negative Vorkommnisse. Den Fußballentzug hab ich auch schon fast wieder durchgemacht. Dass das Fernsehprogramm jetzt wieder eine Katastrophe ist, will ich jedoch noch nicht akzeptieren.

Internationale Gäste im Paulanerbiergarten am Nockerberg.
Zum letzten mal sei mein Artikel mit den Links in Dom’s Blog beschlossen.
Kein Kommentar vorhandenMorgen gibt’s Tintenfisch.
Aus, Ende und vorbei. Wieder einmal waren die Spanier das Maß der Dinge für die Deutschen in einem Fußballturnier. Wie schon vor vier Jahren war für die DFB-Elf im Halbfinale der Fußball Weltmeisterschaft Schluss. Jetzt heißt’s, genau so wie damals, Platz Drei ergattern und immerhin das letzte Spiel gewinnen.
Zum zweiten mal bei diesem größten Sportevent der Welt fiel unsere Wahl für’s Public Viewing auf das Münchner Olympiastadion. Diesmal rückten wir sogar mit insgesamt 17 Leuten an, zusammengesetzt aus Kollegen aus der Arbeit und passauer Leuten. Die sahen meiner Meinung nach eines der besten (nicht schönsten, unterhaltsamsten oder torreichsten) Fußballspiele überhaupt. Die Spanier taten das einzige, was ihnen übrig blieb: Offensiv Fußball spielen und so die Kreativkräfte Schweinsteiger und Lahm in der Defensive binden. So konnten sie nur selten offensive Akzente setzen. Den Spaniern gehörten zwar eindeutig mehr Spielanteile und schlussendlich haben sie auch wohl verdient gewonnen, unsere Defensivabteilung verdient aber ebenfalls höchstes Lob. Exzellente Zweikampfstatistiken und nur ein Gegentor bei der Fülle an Angriffen, vor allem an Kontern in der Schlussphase, da muss man Respekt zollen. Taktisch ein fast perfektes Spiel der Spanier: Perfekte Raumbeherrschung, konsequenter Offensivfußball, summa summarum: nur so war unsere Elf zu schlagen.
Die Iberer haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch dieses Jahr das beste Team der Welt sind. Das Spiel gegen Holland ist ein würdiges WM-Finale. Meiner Meinung nach trifft die beste auf die drittbeste Truppe. So soll’s sein. Somit ist mein Tip von vor dem Turnier in Erfüllung gegangen: Deutschland kommt so weit, bis es auf Spanien trifft. Ein wenig traurig bin ich schon, dass es wieder nicht geklappt hat. Jedoch in so einem Spiel gegen Spanien zu verlieren, das praktisch eine exakte Kopie vom Europameisterschaftsfinale von vor zwei Jahren war, damit kann ich sehr gut leben. Dann halt wieder in vier Jahren. Dieser jungen Mannschaft gehört die Zukunft!
Unser Gegner im kleinen Finale heißt Uruguay. Die unterlagen, wie bereits vermutet, in ihrem Halbfinale 2:3 dem Team der Niederlande. Mal schauen, ob’s uns noch gelingt, gegen die als defensiv geltenden Urus sowohl die Torjägertrophäe des Turniers (Thomas Müller) als auch den ersten Platz in der ewigen WM-Goalgetter Liste (Miroslav Klose) zu ergattern.

Michi, Atanas und zwei “Austauschstudenten” von KAUST.

Wir alle zusammen vor’m Spiel, gut versorgt mit Fressalien bei schönsten Wetter. *schluchz* Ach, wäre doch das Spielergebnis auch so schön gewesen.

Spannung während dem Spiel zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Das Münchner Olympiastadion war gut besucht.
Dom’s Sicht zum ersten Halbfinale und unserem Ausscheiden gibt’s hier:
Kein Kommentar vorhandenSchade Diego, alles ist vorbei.
…oder “Schiffen für’s Vaterland”. Da war ich mir anfangs nicht ganz sicher, welchen Satz ich als Titel für meinen längst überfälligen (aber gerade noch rechtzeitigen) Beitrag zum Viertelfinale der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wählen soll. Aber der Reihe nach.
Vergangenen Samstag hatte ich den perfekten Sommertag. Um 10.30 Uhr wurde ich von Dom, Christoph und Flo abgeholt, um zum Rannasee zu fahren. Bei bestem Sommerwetter wurde die 120m Wasserrutsche intensiv genutzt sowie der See per Tretboot unsicher gemacht. Im Anschluss ging’s am frühen Nachmittag zurück nach Passau. Nachdem wir uns für’s abendliche Grillen mit Fressalien eingedeckt hatten, wurde es Zeit für den 4:0 Erfolg gegen Diego’s Mannen, den wir uns beim Christoph angesehen haben. Diesmal zwar kein Public Viewing, aber beim Christoph waren so viele Leute, dass das eigentlich nicht auffiel. Natürlich musste so ein Sieg gebührend gefeiert werden, weshalb nach dem Abpfiff eine kleine Wanderung zum passauer Ludwigsplatz anstand, von wo auch die Fotos am Ende dieses Beitrags stammen. Abgeschlossen wurde der perfekte Sommertag von einer Grillsession beim Flo.
Zum Spiel gibt’s eigentlich nicht soo viel zu sagen. Dom trifft’s mit seinem Blogeintrag eigentlich recht gut. Das frühe Tor war sehr wichtig. Nicht umsonst hieß’s vor’m Spiel: Wer den ersten Treffer landet, gewinnt auch das Spiel und zieht in die Runde der besten Vier ein. Rund um die Halbzeitpause, vor allem aber zu Beginn der zweiten Halbzeit, gefielen mir unsere Kicker in schwarz jedoch überhaupt nicht. Da war Argentinien stark, auch wenn sie nur einen richtigen Torschuss hatten. Geht der rein, wird’s richtig hart. Letztendlich hatte die deutsche Natopnalmannschaft jedoch nichts zu befürchten, denn nach dem 2:0 hatten sich die Gauchos praktisch selbst aufgegeben. Nichts zu sehen von Messi und Maradona konnte einem auf der Pressekonferenz fast (aber nur fast) schon Leid tun. Dass Deutschland nach dem erneut hohen Sieg jetzt als WM-Favorit gilt, finde ich eher kontraproduktiv. In der Außenseiterrolle habe ich uns lieber gesehen, vor allem, weil wir gegen Spanien das eigentlich auch sind, Außenseiter, auch wenn Spanien bisher beim Turnier noch nicht sein volles Potential gezeigt hat.
Sämtliche anderen Spiele hatten nicht annähernd den Unterhaltungswert unseres Viertelfinales. Ghana hatte die historische Chance, als erste afrikanische Mannschaft ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft einzuziehen, auf dem Fuß, diese aber nicht genutzt. Dass der “Handballer” der Urus jetzt als Held gefeiert wird, ist alles andere als Fair Play. Aber gegen Holland dürfte heute Abend Endstation sein. Die Oranges setzten sich gegen Brasilien durch, was viele überrascht hat. Für mich waren unsere Wohnwagen fahrenden Nachbarn aber von Anfang an Favorit. Meiner Meinung nach haben sie sowohl die besseren Einzelspieler, als auch das bessere Team. Die werden im Finale noch ein harter Brocken. Das Spiel Spanien gegen Paraguay bedarf keines weiteren Kommentars, wobei doch: Muahaha, drei Elfmeter in weniger als 120 Sekunden. Gegen Portugal hatten die Spanier so wie ich sehe leichtes Spiel. Selbst nach der spanischen Führung war die Gegenwehr von Ronaldos Wasserträgern nicht wahrnehmbar.

Blick vom Mc Donald’s auf die versammelte Fanmeute auf’m passauer Ludwigsplatz kurz nach dem Spiel.

Endlich sind die neuen Brunnen der Neuen Mitte von Passau für etwas gut *g*.

Und wir mittendrin. Natürlich als Deluxe-Stimmungsmacher.

Obwohl’s schon 19 Uhr war, ließ uns der Sommer nicht im Stich.
Tja, was soll ich sagen: Auch Dom hat wieder fleißig über die WM gebloggt.
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