ck's Blog

Dies ist der Blog von Christoph Riesinger.

Frohe Weihnachten.

Ich möchte an dieser Stelle allen Lesern meines Blogs ein schönes Weihnachtsfest mit tollen Geschenken und erholsamen Feiertagen wünschen. Vielleicht kehrt ja jetzt an Weihnachten ein bisschen “staade Zeit” ein.

Dieses Jahr gibt’s, zumindest hier bei uns in Tittling, sogar weiße Weihnacht. Das haben wir hauptsächlich dem tagelangen Nebel und Dauerfrost zu verdanken, die viel Raureif auf die Bäume gezaubert haben. Am Nachmittag hat’s sogar ein paar Minuten richtig geschneit, deswegen gibt’s tolle Weihnachtsstimmung-Winterlandschaft hier im Bayerischen Wald.

Ein paar Impressionen vom “Blick aus’m Fenster” gibt’s hier zu bestaunen:


Wenn schon nicht Frau Holle für Winterlandschaft sorgt, dann eben der Raureif.


Das Ganze aus der Nähe. Tagelanger Dauerfrost und Nebel sind für sowas nötig.


Kommt dann auch noch die Sonne raus, sieht das Ganze richtig gut aus.

Zum Schluss hab ich noch ein kleines “Weihnachtsmärchen”. Ein paar werden es schon kennen, alle anderen bekommen jetzt was zum schmunzeln.
In dieser Geschichte wird endgültig geklärt, dass es keinen Weihnachtsmann geben kann, der die Geschenke bringt. Denn leider schlägt ihm die Physik und die Biologie ein Schnippchen. Natürlich gilt das nur für den Weihnachtsmann und nicht für das Christkind, das eigentlich der weihnachtliche Präsenteüberbringer ist, denn das Christkind ist viel cooler.
Also auf geht’s:

  1. Keine bekannte Art der Rentiere kann fliegen. Aber da gibt es natürlich noch die 300.000 Arten von Organismen und Keimen, die noch darauf warten, klassifiziert zu werden. Es kann somit nicht komplett ausgeschlossen werden, dass fliegende Rentiere existieren.
  2. Auf dieser Welt leben zirka zwei Milliarden Kinder (Tendenz stetig steigend). Aber da der Weihnachtsmann nicht bei moslemischen, hinduistischen, jüdischen, buddhistischen und atheistischen Kindern erscheint, reduziert sich das Arbeitsvolumen auf 15% (= 378 Millionen). Bei einer durchschnittlichen Rate von 3,5 Kindern pro Haushalt weltweit ergeben sich so 91,8 Millionen Haushalte.
  3. Der Weihnachtsmann hat 31 Stunden Zeit während Weihnachten seine Arbeit zu verrichten, und zwar dank der verschiedenen Zeitzonen und der Rotation der Erde und bei der Annahme, er reise von Ost nach West, was auch logisch erscheint. Dies ergibt 822,6 Besuche pro Sekunde. Das bedeutet wiederum, dass der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit Kind zirka eine Tausendstel Sekunde Zeit hat, um sein Rentiergespann vor dem Haus zu parken, aus dem Schlitten zu hüpfen, den Kamin hinab zu steigen, die Strümpfe zu füllen, die restlichen Geschenke unter dem Baum zu verteilen, die Snacks zu essen, die die Familien für ihn hergerichtet haben, durch den Kamin wieder zurück auf’s Dach zu gelangen, in seinen Schlitten zu springen und zum nächsten Haus zu fahren. In der Annahme, dass alle Haushalte gleichmäßig über den ganzen Globus verteilt sind, ergibt sich so eine mittlere Distanz von 1,25 Kilometer von Familie zu Familie und eine totale Reisedistanz von 114,75 Millionen Kilometern (zum Vergleich: Die Entfernung der Erde zur Sonne beträgt zirka 150 Millionen Kilometer). Darin sind eventuelle Zwischenstopps für besondere Notwendigkeiten und Bedürfnisse, die mindestens einmal alle 31 Stunden auftreten, nicht enthalten. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmanns mit einer Geschwindigkeit von 1030 Kilometern pro Sekunde (3000-fache Schallgeschwindigkeit, etwa ein Dreihundertstel der Lichtgeschwindigkeit) dahinbraust. Zum weiteren Vergleich: Das schnellste Flugobjekt aus Menschenhand ist die Raumsonde Voyager mit einer erbärmlichen Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Sekunde, ein konventionelles Rentier legt maximal 25 Kilometer pro Stunde zurück.
  4. Die Zuladung auf dem Schlitten ist ein weiterer interessanter Faktor: Angenommen, jedes Kind erhält nicht mehr als ein mittleres Legosystem (nehmen wir mal ein Kilogramm an), trägt der Schlitten 378.000 Tonnen. Den Weihnachtsmann nicht mitgerechnet, der normalerweise als übergewichtiger Mann beschrieben wird. Auf dem Land kann ein konventionelles Rentier nicht mehr als 150 Kilogramm ziehen. Selbst unter der Annahme, dass “fliegende Rentiere” (siehe Punkt 1) das Zehnfache des normalen Gewichtes ziehen können, würden acht oder neun nicht ausreichen. Wir bräuchten 252.000 Rentiere. Das erhöht das Gesamtgewicht des Schlittens (ohne den Schlitten selbst) auf 415.800 Tonnen (ein Rentier = 150 Kilogramm). Wieder zum Vergleich: Dies ist viermal schwerer als der Luxuskreuzer Queen Elizabeth II.
  5. 416 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1030 Kilometern pro Sekunde ergeben einen enormen Luftwiderstand, welcher die Rentiere in gleicher Weise erhitzen würde wie ein Spaceshuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Das erste Paar Rentiere absorbiert 14,3 Quintillion (14,3 x 1030) Joules. Pro Sekunde! Jedes der beiden! In kurzer Zeit explodieren diese in einer hellen Flamme und einem lauten Knall. Das nachfolgende Paar ist nun ungeschützt und teilt ihr Schicksal mit den vorderen Paar. Das ganze Rentier-Team verdampft in etwa einer 426/100.000 Sekunde. Der Weihnachtsmann wird zentrifugalen Kräften ausgesetzt, welche 17.500-mal größer sind als die Gravitation. Ein 120 Kilogramm schwerer Weihnachtsmann würde also mit einer Kraft von ca. 2.100 Tonnen in den Sitz gedrückt.

Nach obigen 5 Argumentationspunkten kann man nur zu folgender Schlussfolgerung gelangen: Sollte der Weihnachtsmann es wirklich einmal versucht haben, Kinder an Weihnachten mit Geschenken zu beliefern, so ist er jetzt definitiv TOD!

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