Schade Diego, alles ist vorbei.
…oder “Schiffen für’s Vaterland”. Da war ich mir anfangs nicht ganz sicher, welchen Satz ich als Titel für meinen längst überfälligen (aber gerade noch rechtzeitigen) Beitrag zum Viertelfinale der Fußball Weltmeisterschaft 2010 wählen soll. Aber der Reihe nach.
Vergangenen Samstag hatte ich den perfekten Sommertag. Um 10.30 Uhr wurde ich von Dom, Christoph und Flo abgeholt, um zum Rannasee zu fahren. Bei bestem Sommerwetter wurde die 120m Wasserrutsche intensiv genutzt sowie der See per Tretboot unsicher gemacht. Im Anschluss ging’s am frühen Nachmittag zurück nach Passau. Nachdem wir uns für’s abendliche Grillen mit Fressalien eingedeckt hatten, wurde es Zeit für den 4:0 Erfolg gegen Diego’s Mannen, den wir uns beim Christoph angesehen haben. Diesmal zwar kein Public Viewing, aber beim Christoph waren so viele Leute, dass das eigentlich nicht auffiel. Natürlich musste so ein Sieg gebührend gefeiert werden, weshalb nach dem Abpfiff eine kleine Wanderung zum passauer Ludwigsplatz anstand, von wo auch die Fotos am Ende dieses Beitrags stammen. Abgeschlossen wurde der perfekte Sommertag von einer Grillsession beim Flo.
Zum Spiel gibt’s eigentlich nicht soo viel zu sagen. Dom trifft’s mit seinem Blogeintrag eigentlich recht gut. Das frühe Tor war sehr wichtig. Nicht umsonst hieß’s vor’m Spiel: Wer den ersten Treffer landet, gewinnt auch das Spiel und zieht in die Runde der besten Vier ein. Rund um die Halbzeitpause, vor allem aber zu Beginn der zweiten Halbzeit, gefielen mir unsere Kicker in schwarz jedoch überhaupt nicht. Da war Argentinien stark, auch wenn sie nur einen richtigen Torschuss hatten. Geht der rein, wird’s richtig hart. Letztendlich hatte die deutsche Natopnalmannschaft jedoch nichts zu befürchten, denn nach dem 2:0 hatten sich die Gauchos praktisch selbst aufgegeben. Nichts zu sehen von Messi und Maradona konnte einem auf der Pressekonferenz fast (aber nur fast) schon Leid tun. Dass Deutschland nach dem erneut hohen Sieg jetzt als WM-Favorit gilt, finde ich eher kontraproduktiv. In der Außenseiterrolle habe ich uns lieber gesehen, vor allem, weil wir gegen Spanien das eigentlich auch sind, Außenseiter, auch wenn Spanien bisher beim Turnier noch nicht sein volles Potential gezeigt hat.
Sämtliche anderen Spiele hatten nicht annähernd den Unterhaltungswert unseres Viertelfinales. Ghana hatte die historische Chance, als erste afrikanische Mannschaft ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft einzuziehen, auf dem Fuß, diese aber nicht genutzt. Dass der “Handballer” der Urus jetzt als Held gefeiert wird, ist alles andere als Fair Play. Aber gegen Holland dürfte heute Abend Endstation sein. Die Oranges setzten sich gegen Brasilien durch, was viele überrascht hat. Für mich waren unsere Wohnwagen fahrenden Nachbarn aber von Anfang an Favorit. Meiner Meinung nach haben sie sowohl die besseren Einzelspieler, als auch das bessere Team. Die werden im Finale noch ein harter Brocken. Das Spiel Spanien gegen Paraguay bedarf keines weiteren Kommentars, wobei doch: Muahaha, drei Elfmeter in weniger als 120 Sekunden. Gegen Portugal hatten die Spanier so wie ich sehe leichtes Spiel. Selbst nach der spanischen Führung war die Gegenwehr von Ronaldos Wasserträgern nicht wahrnehmbar.

Blick vom Mc Donald’s auf die versammelte Fanmeute auf’m passauer Ludwigsplatz kurz nach dem Spiel.

Endlich sind die neuen Brunnen der Neuen Mitte von Passau für etwas gut *g*.

Und wir mittendrin. Natürlich als Deluxe-Stimmungsmacher.

Obwohl’s schon 19 Uhr war, ließ uns der Sommer nicht im Stich.
Tja, was soll ich sagen: Auch Dom hat wieder fleißig über die WM gebloggt.
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