Nagus’ all in! Die Zweite.
Nach dem ersten “Nagus’ all in!” im November gab es gestern die Neuauflage. Gespielt wurde wieder “Texas hold’em” und diesmal waren sogar acht Personen am Anfang am Tisch. Los ging’s um genau 20.14 Uhr, jeder hatte 10€ Startkapital, ein Re-Buy-In war nicht möglich und die ersten Blinds standen bei 5ct./10ct.
Ich persönlich kam recht schnell unter die Räder, denn ein Ass-Drilling war mir richtig viel wert, konnte aber gegen ein Full-House nicht bestehen. Von da an hieß es, defensiv spielen. Als erstes musste dann auch da Michi nach etwa zwei Stunden gehen, was einiges an Schadenfreude hervor rief, denn er war Titelverteidiger und hatte auch sonst in letzter Zeit einiges abgeräumt.
Einer nach dem anderen ging vom Tisch, während sich da Sorge Andi seine Chipleaderschaft immer mehr ausbaute, obwohl es lange Zeit so aussah, als müsse er als erstes den Tisch verlassen. Er war auch der Erste, der All-In ging. Aber aufgrund einer gewaltigen River-Glückssträhne, konnte er einen nach dem anderen aus der Runde kicken.
Zum Schluss waren nur noch da Andi und ich übrig, also wurde auch das Heads-Up zwischen uns ausgetragen. Andi war haushoher Chipleader. Deswegen wurde von mir am Anfang des Heads-Up äußerst defensiv gespielt. Das Heads-Up wurde immer mehr zum Nervenkrieg (was übrigens ein guter Song von Painbastard ist) und erreichte seinen ersten Höhepunkt, als ich zum ersten mal All-In ging und es den ersten Split-Pot gab. Zwei weitere Split-Pots folgten, was bei Heads-Up eigentlich sehr ungewöhnlich ist.
Lange Zeit sah es so aus, als dass Andi seine Chipleaderschaft nutzen konnte, um mich zu besiegen, bis zum vorletzten Spiel. Ich bekomme Ass/8 auf die Hand, spielte niedrige Einsätze, um ‘n Andi nicht zu vergraulen. Der Flop bringt Ass/Ass/8, also Full-House für mich. Lass mir aber nichts ankennen, spiele hohes Risiko und halte die Einsätze bis zum River niedrig, erst da eine kräftige Erhöhung. Andi denkt lange nach, meint, dass ich bluffe und verliert natürlich gegen mein Full-House. Nun hab ich die Chipleaderschaft inne.
Letztes Spiel. Nach dem Flop geht Andi All-In, ich zieh mit, denn ich hab ein 5er-Pärchen, Andi nur High-Card. Der Turn bringt ein höheres Pärchen für Andi, ich im Hintertreffen. River. Hochspannung. Wird der River wieder, wie so oft an dem Abend, nochmal das Ruder rumreißen? Und tatsächlich, für mich bringt er das zweite Pärchen, nach vier Stunden Spielzeit gewonnen, HURRA!
Somit war ich der etwas glückliche aber bestimmt nicht unverdiente Gewinner des zweiten “Nagus’ all in!”. Bin schon ein wenig stolz, mich gegen sieben Kontrahenten, darunter ‘nen ziemlich guten Chipleader durchgesetzt zu haben, den im entscheidenden Moment das Glück verließ.
Bedanken will ich mich bei allen Mitspielern, von denen jeder alles gegeben hat. Bedanken will ich mich auch beim Dom für’s Hosting und die exzellente kulinarische Verpflegung.
Hier noch ein paar Impressionen vom Abend.

Ein Blick in die Runde. Noch sind alle dabei.

Dank Dom gab’s echte Spielchips, was der ganzen Sache natürlich das gewisse Etwas gibt.

Pünktlich zu Beginn des Heads-Up musste die Sonnenbrille her.

Die Spannung steigt. Der Nervenkrieg ist im vollen Gange.

Der Flop des letzten Spiels. Andi ist All-In. Ein Wechselbad der Gefühle beginnt.
Nachtrag:
Auch im Blog vom Dom findet der “Nagus’ all in!” Erwähnung.
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